Predigten

"Wir suchen nicht nach den ansteckenden Krankheiten, die kennen wir schon. Wir suchen nach der ansteckenden Gesundheit. Wir suchen danach, wie jeder und jede von uns, etwas kann, was sich wie ein ansteckender Gesundheitskeim ausbreiten kann. Was sich weiter pflanzt und dazu beiträgt, dass es dem Gesamtkörper gut geht?"
 
Darum geht es in der Predigt zum 1. Sonntag nach Epiphanis von Pfarrer Jürgen Reichel.

„Wenn er wirklich der Heiland ist“, sagte sie nach einer Weile, „dann wird er erkennen, daß sogar ein unschuldiges Schäfchen in die bösen Machenschaften von Menschen verwickelt werden kann. Und immer müssen die Lämmer für die Wölfe sterben. Wie steht übe den Heiland geschrieben: „Wie ein Lamm, das zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, wenn es geschoren wird, duldete er alles schweigend, ohne zu klagen.“ O mein Gott, wer das kann, der mag der Heiland der Welt sein.“

Wenn Übergänge von dem Einen zum Anderen bewältigt werden müssen, suchen wir Sicherheiten, die es leichter machen, die Schritte ins offene zu gehen. Jeder Jahreswechsel ist ein solcher Übergang vom Vertrauten zum Neuen. Sind wir in diesen unsicheren Zeiten begleitet? Können wir unseren Fuß zuversichtlich über die Schwelle setzen? Fragen, die uns gerade in dieser schwierigen Zeit begleiten.

Die Wurst und der Weihnachtsbaum – habt Ihr euch schon mal Gedanken gemacht, wie das zusammengehört? Ich nicht – bis in der Adventszeit jemand daherkam und diese stattliche Wurst in unseren Paradiesbaum gehängt hat. So eine Wurst im immergrünen Baum:
Sie spricht von der Fülle. Es gibt genug für alle, ohne dass man etwas dafür tun muss. Eine ganz andere Vorstellung als die, die meist unseren Alltag bestimmt.

 

Da geht es nämlich um die Wurst! Du musst dich anstrengen. Den Anforderungen genügen. Etwas tun, dass du bestehen kannst. Sonst, meine Liebe, mein Lieber, gehörst du zu den Verlierern!Das Leben – mit den Augen Gottes betrachtet – ist kein Wettbewerb, bei dem es um die Wurst geht; bei dem es Gewinner auf der einen und Verlierer auf der anderen Seite gibt.
Es ist völlig Wurst, ob du Hirte bist oder König. Angestellte, Harz-IV-Empfänger oder Manager. Worauf es ankommt ist allein, dass du Gott mitten in deinem Leben entdeckst. In deinem Gegenüber, in dir, in deinem Tun und Lassen. Worauf es ankommt, ist, dass du Gott und den Menschen dein Herz schenkst.

 

Gesegnete Weihnachten
 
 
Jesu Geburt - Lukas Evangelium 2, 1-20
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
 
Musik:
Wie soll ich dich empfangen
Brich an du schönes Morgenlicht
Angels` Carol
Ich steh an deiner Krippen hier
Oh du fröhliche