Predigten

"Nun kann man sich in die Ecke setzen und sein Schicksal beklagen. Man kann die Welt verfluchen und Gott anklagen. Noomi, Orpa und Rut haben Grund dazu. Wer will es ihnen verwehren? Als Hiob so schwer geschlagen wird, da setzt er sich in den Staub. Er wartet darauf, dass sich das Schicksal wieder wendet, und Gott tut ihm den Gefallen.
In der Entwicklungszusammenarbeit lernt man: Frauen sind die besseren Überlebenskünstlerinnen. Sie setzen sich nicht so schnell in den Staub. Sie überwinden das Selbstmitleid schneller. Sie ringen dem Leben eher eine neue Perspektive ab.

„Wenn er wirklich der Heiland ist“, sagte sie nach einer Weile, „dann wird er erkennen, daß sogar ein unschuldiges Schäfchen in die bösen Machenschaften von Menschen verwickelt werden kann. Und immer müssen die Lämmer für die Wölfe sterben. Wie steht übe den Heiland geschrieben: „Wie ein Lamm, das zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, wenn es geschoren wird, duldete er alles schweigend, ohne zu klagen.“ O mein Gott, wer das kann, der mag der Heiland der Welt sein.“

Wenn Übergänge von dem Einen zum Anderen bewältigt werden müssen, suchen wir Sicherheiten, die es leichter machen, die Schritte ins offene zu gehen. Jeder Jahreswechsel ist ein solcher Übergang vom Vertrauten zum Neuen. Sind wir in diesen unsicheren Zeiten begleitet? Können wir unseren Fuß zuversichtlich über die Schwelle setzen? Fragen, die uns gerade in dieser schwierigen Zeit begleiten.