Turmsanierung

2.500 Kilometer hatten sich die 25 Jogger und Joggerinnen der Aktion „Wir setzen uns in Trab!“ am 1. März vorgenommen. Hinter ihnen standen Sponsoren, die zusammen 106 Cents pro gelaufenem Kilometer für die Sanierung der markanten Türme von St. Johannis neben der Würzburger Residenz eingesetzt haben. 2.800,- Kilometer sind es geworden, und € 3.000,- hat die Gruppe, die sich Corona-bedingt nie treffen konnte, eingenommen.

Die Wintermonate über waren Margarete Rodamer und ihre Freundinnen gut beschäftigt:  Sie bekamen von ihr ein „Karebäggla“ (Carepaket) geschickt – gefüllt mit Wolle, Naschereien  und der Anfrage, ob sie nicht Zeit und Lust hätte, für die Sanierung der Kirchtürme von St. Johannis zu stricken und damit Gutes zu tun.

Stricken für den Frieden

Die Freundinnen, die überall in Deutschland wohnen, wollten gerne mitmachen. Regelmäßig tauschten sie sich per Messagerdienste über die neusten Forschritte aus.

"In der Coronazeit habe ich meine Enkel nicht betreuen dürfen. Yoga und meine Lesepatenschaft haben ebenfalls geruht und in Gartenzeit hat noch nicht begonnen", erzählt Emilie Borcherdt, eine der Strickfreundinnen. "Zeit war also genug. Und ich hatte nach 15 Jahre das erste Mal wieder Strickzeug in der Hand. Das hat mir wirklich gefallen! Ich habe jetzt mal vor dem Fernseher gestrickt - und nicht mehr geschlafen", lächelt sie verschmitzt.

Eine Strickanleitung lag dem "Karebäggla" bei. Dennoch ist jede Decke einzigartig geworden. Die Maße - ungefähr  80 cm x 100 cm - waren auch für ungeübte Strickerinnen gut zu meistern.

"Gerade jetzt in der Übergangsjahreszeitzeit braucht es keine riesen Decke mehr", weiß Margarte Rodamer. "Da reicht es oft, wenn man etwas Warmes über den Knien hat."

Die Wolle aus den Restbeständen ihres Handstrickgeschäftes hat sie für dieses Projekt gespendet.

Margarete Rodamer

„Es ist mir ein Anliegen, die Kirchtürme als Mahnmal für den Friede zu erhalten und unterstützen“, so Rodamer. Die Schrecken der beiden Weltkriege ziehen sich durch ihre gesamte Familiengeschichte. Sie ist dankbar für die Zeit des Friedens, in der wir alle momentan leben.

Die Kniewolldecken in unterschiedlichen Farben und Muster können gegen eine Spende im Pfarramt abgeholt werden.

Strickfreudige Menschen können sich bei  ihr unter der Telefonnummer 0931 76028787 melden. Die nächste Idee eines "Seelenwärmers" ist schon in Planung.

Wer in der St. Johanniskirche in Würzburg für die Turmsanierung oder Menschen in schwierigen Lebenslagen spenden möchte, kann das ab sofort an einem Automaten eigens für diesen Zweck tun.   

Der „SPA 300“, der im Vorraum der Kirche seinen Platz gefunden hat, ist seinerseits eine Spende des Herstellers GeWeTe.

Nach getaner Spende - bar oder per Karte - wirft der Automat nicht nur eine Quittung für das Finanzamt aus, sondern auch einen güldenen Johannistaler für Sie. Spenden Sie und lassen Sie sich überraschen.

Pfarrer Jürgen Reichel stellt den ersten Automaten seiner Art hier vor.

 
Benefizkonzert Inge.Wollschläger Di, 02/18/2020 - 12:58
Die jungen Künstler Franziska und Florian Glemser spielen am Freitag, 6. März um 20 Uhr im Architekturbüro von Stahl.Lehrmann in Rottenbauer 4-händig Beethoven,Schubert und Brahms auf einem Fazioli-Flügel.

Crossover-Benefizkonzert der Extraklasse - 40.000 Euro für vier regionale Förderprojekte

Rund 500 Gäste erlebten am Samstag, 30. November 2019, auf dem 4. Cross-over-Benefizkonzert der vier Druck- und Medienunternehmen Würzburg im Vogel Convention Center einen genussreichen Abend für alle Sinne. Gleichzeitigwurden mit dem großen Charity-Event 40.000 Euro eingespielt, die vor Konzertbeginn an die vier Förderprojekte aus der Region übergeben wurden:

1.Sanierung der Würzburger Johanniskirche: ein einzigartiger, nationaler Gedenkort für den Frieden

Kirchenvorsteher Franz Wohlfart läuft derzeit mit einen kleinen Kirche durch Würzburg, um einer großen Kirche zu helfen.

Mit der Spendenbox aus Plexiglas möchte er die dringend notwendige Turmsanierung unterstützen. Ein dauerhaftes Plätzchen in den örtlichen Geschäften dafür zu finden, ist nicht einfach: "Bei den inhabergeführten Geschäften klappt das meistens ganz problemlos. Schwieriger wird es bei den Filialen. Das ist dann jedes Mal eine Telefoniererei, bis die das „okay“ der Chefs bekamen!", fasst er zusammen.

Bei dem Johannisfest wurde dieses Jahr gleichzeitig die Eröffnung der Kampagne zur Turmsanierung gefeiert.

Neben dem Spendenbarometer vor der Kirche, einem weithin sichtbarem Banner zwischen den beiden sanierungsbedürftigen Türmen gibt ein Schaubild über den Fortschritt des Schindelaustausches Auskunft, welches an diesem Nachmittag feierlich enthüllt wurde.

Die hohen Temperaturen konnten viele Besucher von nah und fern nicht davon abhalten, als Kirchengemeinde gemeinsam zu feiern.

Die Gruppen und Kreise trugen mit verschiedenen Aktionen zum schönen Gelingen bei.