Was schön war

Labyrinthe sind vom 3. bis 31. Juli zum Kunstprojekt in der St. Johanniskirche aufgebaut.

Matthias Engert "Labyrinthe"
Bildrechte: privat

Keine begehbaren - sondern Objekte aus Edelstahl oder Stahl auf Beton des Würzburger Künstlers Matthias Engert. Er hat vielgestaltige Labyrinth-Objekte geschaffen und unterschiedlichen Orten im Kirchenraum zugeordnet. Matthias Engert entwickelt für seine Labyrinthe freie, konstruktive Kompositionen bei denen er sich innerhalb eines selbst vorgegebenen Rasters bewegt. Dabei arbeitet er ähnlich wie ein Komponist in der Musik, der z.B. aus 4 Tönen ein Fuge komponiert.

Matthias Engert "Labyrinthe"
Bildrechte: privat

Matthias Engert entwickelt so aus einem Quadrat und einem Lückenraster eine Fülle von verschiedenen Labyrinten aus dem Werkstoff Stahl.

Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung des Kunstprojekts am Samstag, 3. Juli um 17 Uhr in der St. Johanniskirche. Den Einführungsvortrag hält der unterfränkische Künstler Gunter Schmidt, für die Musik sorgen Mr. Clarino (Klarinette) und Bernhard von der Goltz (Gitarre). Die Ausstellung ist täglich von 9 - 18 Uhr zu besichtigen.

Als ich kürzlich am Zaun des Kindergartens vorbeiradelte, rief mir die gutgelaunte Leiterin des Kinderhauses von St. Johannis, Victoria Maurer, über den Zaun zu: „Hallo Hans, schau mal zur Kirche. Was ist das für ein Vogel?“ Ich brauchte einen Moment, bis ich verstand, was sie meinte. Tatsächlich hatte sich an einem Betonstützpfeiler ein mir unbekannter Vogel festgekrallt, der munter rauf und runter lief: „Keine Ahnung! Ein Klaiber?“ vermutete ich. „Lass uns mal schauen!“ entgegnete mir Victoria und blätterte in einer Bildersammlung einheimischer Vögel. Und zu einem Kind rief sie: „Hole mir bitte das Fernglas!“ Diese Begegnung hat mich besonders gefreut, weil ich gar nicht damit gerechnet hatte, dass der Kindergarten bereits einen Tag nach der Überreichung einer Naturerlebnisschatzkiste rege davon Gebrauch machen würde.

Die Leiterin der Bauabteilung der Gesamtkirchenverwaltung Würzburg, Barbara Bauner, der Vorsitzende des Freundeskreises von St. Johannis, Herr Eberhard Grötsch und ich haben uns am Morgen des 18. Mai 2021 mit Herrn Marc Sitkewitz, dem Leiter der Bezirksgeschäftsstelle des LBV Unterfranken, am Kindergarten getroffen. Herr Sitkewitz hatte im März die für die Sanierung der Türme unserer Kirche gesetzlich vorgeschriebene artenschutzfachliche Potentialanalyse übernommen. Dafür wollten wir ihm noch einmal danken.

Bei dieser Gelegenheit brachte er eine Naturerlebnisschatzkiste mit, deren Schätze aus diversen Stofftieren, Spielen, Ferngläsern und Bilderbüchern bestehen.

Im Bild v.l.n.r.: Barbara Bauner, Marc Sitkewit, Victoria Mauere, Hans Schmidt und Eberhard Grötsch

 

Die Kinder sollen damit angeregt werden, die heimische Vogelwelt zu beobachten, kennen -und wertzuschätzen. Die Anliegen des Vogelschutzbundes lassen sich mit dem biblischen Schöpfungsauftrag verbinden: Gott will, dass wir Menschen die Erde bebauen und bewahren. Im Bild v.l.n.r.: Barbara Bauner, Marc Sitkewit, Victoria Mauere, Hans Schmidt und Eberhard Grötsch.

Text: Pfarrer Hans Schmidt

„Wie steht´s um die Turmsanierung?“ wollten die Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel (Main-Spessart), der Fraktionsvorsitzende der SPD im Würzburger Stadtrat Alexander Kolbow und der Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib (Landkreis Würzburg) am 31. Mai wissen (im Bild unten v.l.)

 

Am kommenden Pfingstsonntag, 23. Mai, 10 Uhr, führt die Regionalbischöfin des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Ansbach-Würzburg Gisela Bornowski Herrn Henning Albrecht als Prädikant und Frau Ingeborg Wollschläger als Lektorin in Würzburg St. Johannis ein. Die beiden Eingeführten sind ab dann öffentlich beauftragt, für die evangelische Kirche Gottesdienste zu halten. Sie tun das ehrenamtlich.

2.500 Kilometer hatten sich die 25 Jogger und Joggerinnen der Aktion „Wir setzen uns in Trab!“ am 1. März vorgenommen. Hinter ihnen standen Sponsoren, die zusammen 106 Cents pro gelaufenem Kilometer für die Sanierung der markanten Türme von St. Johannis neben der Würzburger Residenz eingesetzt haben. 2.800,- Kilometer sind es geworden, und € 3.000,- hat die Gruppe, die sich Corona-bedingt nie treffen konnte, eingenommen.

Die Wintermonate über waren Margarete Rodamer und ihre Freundinnen gut beschäftigt:  Sie bekamen von ihr ein „Karebäggla“ (Carepaket) geschickt – gefüllt mit Wolle, Naschereien  und der Anfrage, ob sie nicht Zeit und Lust hätte, für die Sanierung der Kirchtürme von St. Johannis zu stricken und damit Gutes zu tun.

Stricken für den Frieden

Die Freundinnen, die überall in Deutschland wohnen, wollten gerne mitmachen. Regelmäßig tauschten sie sich per Messagerdienste über die neusten Forschritte aus.

"In der Coronazeit habe ich meine Enkel nicht betreuen dürfen. Yoga und meine Lesepatenschaft haben ebenfalls geruht und in Gartenzeit hat noch nicht begonnen", erzählt Emilie Borcherdt, eine der Strickfreundinnen. "Zeit war also genug. Und ich hatte nach 15 Jahre das erste Mal wieder Strickzeug in der Hand. Das hat mir wirklich gefallen! Ich habe jetzt mal vor dem Fernseher gestrickt - und nicht mehr geschlafen", lächelt sie verschmitzt.

Eine Strickanleitung lag dem "Karebäggla" bei. Dennoch ist jede Decke einzigartig geworden. Die Maße - ungefähr  80 cm x 100 cm - waren auch für ungeübte Strickerinnen gut zu meistern.

"Gerade jetzt in der Übergangsjahreszeitzeit braucht es keine riesen Decke mehr", weiß Margarte Rodamer. "Da reicht es oft, wenn man etwas Warmes über den Knien hat."

Die Wolle aus den Restbeständen ihres Handstrickgeschäftes hat sie für dieses Projekt gespendet.

Margarete Rodamer

„Es ist mir ein Anliegen, die Kirchtürme als Mahnmal für den Friede zu erhalten und unterstützen“, so Rodamer. Die Schrecken der beiden Weltkriege ziehen sich durch ihre gesamte Familiengeschichte. Sie ist dankbar für die Zeit des Friedens, in der wir alle momentan leben.

Die Kniewolldecken in unterschiedlichen Farben und Muster können gegen eine Spende im Pfarramt abgeholt werden.

Strickfreudige Menschen können sich bei  ihr unter der Telefonnummer 0931 76028787 melden. Die nächste Idee eines "Seelenwärmers" ist schon in Planung.