Klima geht uns alle an!

"Klima geht uns alle an!" - Unter diesem Motto trafen sich Seniorinnen und Senioren mit Mitgliedern der fridayforfuture Bewegung aus Würzburg zu einem Gedankenaustausch.

Initiiert wurde dieser Nachmittag durch eine Seniorin, Margarete Rodamer. Vorbereitet von Inge Wollschläger, der Seniorenreferentin von St. Johannis und Johannes Kirchhoff von fridaysforfuture begann der Nachmittag mit einem "Skalaspiel", bei dem sich die Menschen selbst einschätzen sollte: "Haben Sie sich schon mit Klimaschutz auseinandergesetzt" oder auch der Frage: "Macht die Stadt Würzburg genug für das Klima?"

Wolfgang Jung, Redakteur der Mainpost und die Fotografin Dita Vollmond begleiteten den Nachmittag mit großem Interesse.

In Kleingruppen - Jung und Alt gemischt - wurde über verschiedenste Themen diskutiert, wie: " Ist Nachhaltigkeit heute einfacher als früher?", ""Bestehen Ängste im Hinblick auf die Zukunft?“ oder auch "Was wünschen sich Jugend und Senioren voneinander?"
Konzentriert saßen alle zusammen und sprachen sehr interessiert und offen miteinander.
Eine Seniorin wünschte sich, dass die enorme Aufbauarbeit nach dem Krieg, um das Land zu dem zu machen, was es heute ist, nicht vergessen wird. Sie räumte allerdings auch ein, dass Ökologie und Nachhaltigkeit dabei keine große Rolle gespielt haben mag.
"Mögliche Anschuldigungen sind wenig zielführend", erklärte einer der jungen Erwachsenen. Er würde sich wünschen, "nach vorne zu blicken, anstatt mögliche Schuldige ausfindig zu machen. Gemeinsam können wir viel erreichen!"


In der Abschlussrunde lernte die Seniorinnen und Senioren ein Zeichen aus der Gebärdensprache für "Zustimmung" von den jungen Menschen: Winken und wedeln mit den Händen. Die kleine Plüschfledermaus von St. Johannis diente dabei als Moderationsball und wurde von Sprecher zu Sprecher weitergegeben.


Oft wurde anschließen die Hände zum Himmel gereckt. Es besteht eine große Einigkeit über den Schutz des Klimas.
"Wir müssen alle anfangen, etwas zu verändern", appellierte eine der Seniorinnen. "Wir leben seit vielen Jahren über unsere Verhältnisse und oft auf Kosten anderer. Mittlerweile jedoch sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir uns fragen müssen, wie wir leben wollen. Es wird ein Standard vorgegeben, der nicht real ist und den wir nicht halten können. Auch müssen wir eine Art Weltdenken entwickeln und lernen, über unseren Tellerrand hinüberzublicken." Sie bat die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, nicht nachzulassen in ihrem Engegement. Sie selbst würde am Freitag bei den Demonstrationen sehr oft mitlaufen.

Vieles, so waren sich die Besucher einig, ließe sich ändern. "Es würde schon beginnen, wenn bessere Waren produziert werden würden. Wir aber werden oft dazu gebracht, "schlecht" zu kaufen, damit die Wirtschaft ihren Profit steigern kann." Heftiges Winken von allen Seiten.


Der Einladung zu den Demonstrationen am Freitag, denen sich jeder anschließen kann, wollen nun etliche Seniorinnen und Senioren folgen: "Schließlich geht das Klima uns alle an".

"Diese Streiks und die Demonstrationen sind keine reinen Schülerstreiks mehr. Es soll eine Bewegung für alle und durch alle Generationen werden!", betonte Johannes Kirchhoff.


Die Mitglieder von fridaysforfuture luden auch zum Besuch bei der Mahnwache in den kommenden Tagen am Vierröhrenbrunnen ein. "Aber bringen Sie bitte keinen Kuchen mit. Wir bekommen so viel geschenkt - es wird für uns alle reichen!"