Zum 4. Sonntag nach Trinitatis "Soulfood - Nahrung für die Seele"

„Soulfood“ – Nahrung für die Seele: Unter diesem Moto steht die Predigtreihe an den Juli-Sonntagen. Was brauche ich, damit ich innerlich wachsen und mich entfalten kann? Wo liegen meine Kraftquellen? Wie finde ich zu mir selbst und zu Gott?
 
Vergebung
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden“, sagt Paulus.
Paulus hilft uns dabei, dass wir uns wieder vergegenwärtigen: Die Gegner, die Dickköpfe, die aggressiven Nationen: Wir haben es immer mit Menschen zutun, deren Gefühle und Regungen nicht ganz andere sind als unsere. In jedem Menschen steckt eine lebendige Seele, eine verletzliche Seele, eine Seele, diesich sehnt und fürchtet, die viel aushält, aber auch zerbrechen kann. Und nochviel wichtiger: Jede Seele schwingt in Gott. Gott atmet in uns in unseren Seelen.
"Der Mensch ist die Seele seines Leibes“, hat der Theologe Karl Barth über uns Menschen gesagt. Das sind wir: Nicht Leib und Seele, oder Leib und Seele und Geist, sondern Seele in einem Leib, zu dem auch der Geist gehört. Diese Seele sind wir, und ihr Miteinander mit Gott und Ineinander mit Gott ist ihr Glück.Behandle die andere Seele so, wie es einer Seele guttut, würde ich den Satz des Paulus für heute übersetzen: „Vielmehr wenn deinen Feind hungert, so gib ihmzu essen, dürste ihn, so gib ihm zu trinken.“ Versuche abzuschätzen, wonachdie Seele deines Gegners hungert oder dürstet, und dann tu das Überraschende: Gib ihr zu essen. Gib ihr zu trinken. Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln."
 
Mitwirkende: Jürgen Reichel, Matthias Querbach, Peter Völkel und Inge Wollschläger.
Im Hintergrund die Berufsfeuerwehr Würzburg auf dem Weg zu einem Einsatz.