Die Johannisbrücke - Das Neuste aus der Gemeinde

 

 

Die Johannisbrücke 185

Liebe Freunde und Freundinnen und Mitglieder der Johannisgemeinde, 

Kunst erwartet uns in den nächsten Wochen in der Johanniskirche – eigene und die von Nicole Ahland aus Wiesbaden.  

Beim Gemeindefest am vergangenen Sonntag ist aus Acrylfarben gemeinschaftlich ein buntes und frohes Bild entstanden, das wir in der Kirche ausgestellt haben. Es illustriert ganz fabelhaft die musik.kirche „Blütenpracht“ am Freitag, 1. Juli, um 19:00 Uhr, in der Eva & Mireya von der Schönheit der Natur in Lateinamerika singen, und ich den Gedanken von Paul Gerhardts Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ entlanggehe. 

Fotoinstallationen von Nicole Ahland werden den ganzen Juli über in der Kirche hängen. Sie erinnern uns „an Krisen, die uns zwingen, den Atem anzuhalten und ermutigen, dem Leben zu vertrauen.“ Alle fünf Sonntagsgottesdienste im Juli werden sich auf den „Atem“ beziehen, der in den Kunstwerken zu spüren ist. Die Eröffnung der Ausstellung allerdings müssen wir kurzfristig wegen Krankheit verschieben: Sie kann nicht am kommenden Samstag, 2. Juli, stattfinden, sondern erst am Sonntag, 10. Juli, um 17:00 Uhr. 

Wenn es aber um den Atem geht, so leitet Sie Diakonin Sabine Ebert-Kühling am Sonntag, 3. Juli, um 19:30 Uhr wieder in der Immanuelkirche dazu an, auf den Atem zu lauschen und in die Stille zu gehen.  

Neben den Chorproben, die alle wieder regelmäßig stattfinden, können wir in der kommenden Woche unter anderem einladen: 

  • Zum Bibelgespräch am Dienstag, 5. Juli, um 19:30 Uhr. Dort werden wir die Gedanken, die ich mir am Pfingstsonntag zu „Staat und Religion“ gemacht habe, noch einmal vertiefen. 
  • Am Freitag, 8. Juli, bietet Inge Wollschläger um 10:00 Uhr ein gemeinsames Frühstück mit freundlichen Gesprächen an, den „Johannisschmauss.“ Dazu müssen Sie nichts mitbringen. 
  • Am Freitagabend um 20:00 Uhr öffnet das Open-Air-Kino mit Getränken und Knabbereien an der Immanuelkirche seine Pforten. „An diesem Abend,“ schreibt Inge Wollschläger, „können Sie sich gedanklich auf eine Reise begeben, wie es wäre, wenn Sie mit Gott die Rolle wechseln würden.“ Sie haben den Film schon erraten? 
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Am kommenden Sonntag, 3. Juli 10:00 Uhr, feiert Pfarrerin Uli Foldenauer mit Ihnen den ersten Gottesdienst zum Kunstprojekt: „Aufatmen sollt ihr und frei sein.“ Anschließend gibt’s Kirchenkaffee und Eine-Welt-Verkauf. 

Das ganze Johannisteam wünscht Ihnen ein gesegnetes Wochenende – und so langsam würden sich die meisten von uns vermutlich über Regen und gemäßigte Temperaturen freuen, 

Pfarrer Jürgen Reichel 

Die Johannisbrücke 184

Liebe Freunde und Freundinnen und Mitglieder der Johannisgemeinde,

„Auf die Suche nach dem Glück“ begeben wir uns bei unserem Gemeindefest am Sonntag, 26. Juli. Um 15:00 Uhr wird uns ein Vorbereitungsteam mit Pfarrerin Uli Foldenauer im Gottesdienst das Glück nahebringen. Auf dem schattigen Kindergartengelände können wir den weiteren Nachmittag mit Gesprächen und Begegnungen verbringen, und das, was wir alle an „fingerfood“ mitgebracht haben, gemeinsam kosten: Süßes, Salziges, Altbekanntes, uns Neues.

Mit Sicherheit glücklich wird uns das Frauenensemble Cantica am Sonntag um 19.00 Uhr machen. Unter der Leitung von Regine Schlereth und begleitet von Martin Gál (Klavier) und Sophia Stegner (Violine) wird uns das Ensemble ein anspruchsvolles Programm vortragen - von Duetten bis achtstimmigen Sätzen, von Mendelssohn bis Chilcott. Der Eintritt ist frei.

Glücklich sind wir auch darüber, wieder ökumenische Johannisandachten mit unserer Schwestergemeinde Stift Haug feiern zu können. Zu Johanni, morgen am Freitag, 24. Juni, laden wir um 19:30 Uhr zu einer gemeinsamen Abendandacht nach Stift Haug ein. Dort erwartet uns nach der Andacht ein Beisammensein und die Möglichkeit, alte Bekanntschaften zu erneuern und neue zu finden.

Aus dem Kirchenvorstand gibt es zu berichten: „Arbeit getan“, hätte die Überschrift über der Sitzung des Kirchenvorstands am 21. Juni lauten können. Mehrere wichtige Vorhaben hat die Gemeinde abschließen können.

Dazu gehört die Stellungnahme für das Dekanat zum Vorschlag der künftigen Personalverteilung. In den vergangenen Monaten hat es unzählige Gespräche und auch direkte Initiativen aus der Gemeinde dazu gegeben. St. Johannis kann sich nicht gut vorstellen, sich mit einer ganzen Reihe von Nachbargemeinden Stellen teilen zu müssen. Wir erwarten viel unerfreuliches Gerangel. In St. Johannis selbst wäre nur noch eine einzige Pfarrstelle angesiedelt, die, so fürchten wir, hauptsächlich mit Kommunikation, Organisation und Verwaltung beschäftigt wäre. Unsere bisherige pastorale Arbeit müssten wir, das ist unsere Befürchtung, stark zurückschrauben. Wir hoffen nun, dass der Vorschlag, den wir unterbreitet haben, den Dekanatssauschuss überzeugt.

Vor dem Abschluss stehen die Renovierungsarbeiten an den Türmen. Sie sind nicht nur optisch, sondern auch, was Qualität und Geschwindigkeit der Maßnahme und ihre solide Finanzierung betrifft, zu „Leuchttürmen“ geworden. Das hat auch eine Delegation der Deutschen Stiftung Denkmalschutz festgestellt, die uns im Mai besucht hat. Viele aus der Gemeinde haben als Spender und Spenderinnen und mit eigenen Initiativen zu dieser schönen Entwicklung beigetragen.

„Arbeit getan“ haben wir auch, zusammen mit Landesmusikkdirektor, Dekan und Bezirkskantor sowie Vertretern des Bachchores und der Bachgesellschaft für die Ausschreibung unsere Kantorenstelle. Sie wird in den Sommermonaten in den Fachzeitschriften veröffentlicht. Wir rechnen mit vielen Bewerbungen. Im Herbst bitten wir Kandidaten und Kandidatinnen, sich uns vorzustellen.

Der Johannisbrücke hängt heute die Predigt von Pfarrerin Uli Foldenauer vom vergangenen Sonntag an: Der reiche Mann und der arme Lazarus begegnen sich nach dem Tod (Lukas 16, 19-31) – eine interessante Konstellation, die Jesus in seinem Gleichnis herbeiführt.  

Das Johannisteam würde sich sehr freuen, Sie am Freitag oder Sonntag begrüßen zu können,

Ihr

Pfarrer Jürgen Reichel

Die Johannisbrücke 182

Liebe Freunde und Freundinnen und Mitglieder von St. Johannis,

„Jonny, die Kirchenmaus“, hat uns am Abend des Himmelfahrtstages besucht.  Für manchen war es die Wiederbegegnung mit einem kleinen Nager, der Begebenheiten im kirchlichen Würzburg von 2009 bis 2015 aus seiner Mäuseperspektive jeden Monat neu mit viel Witz kommentiert hat. Der Verfasser Christian Kabitz hat uns zum großen Gaudium der vielen anwesenden Erwachsenen und Kinder einige der Geschichten vorgetragen. Die Klangfänger unter Leitung von Stefanie Helmer und Johanna Walch haben immer wieder Lieder eingestreut, und das Buffet war so köstlich, dass es binnen kürzerer Zeit von den anwesenden Mäusen ratzeputz aufgefuttert worden ist. Das Büchlein „Jonny, aus dem Leben einer Kirchenmaus von St. Johannis“, das Franz Wohlfart verlegt und Holger A. Störlein illustriert hat, ist ab jetzt erhältlich. Wir geben es für € 20,- ab, die vollumfänglich der Neugestaltung des Kirchenvorplatzes nach dem Abbau der Gerüste zugutekommen sollen.

Am Wochenende feiern wir die Konfirmation unseres Konfi-Kurses Innenstadt. 19 junge Menschen aus unseren beiden Gemeinden haben sich seit Juli letzten Jahres auf dieses Ereignis vorbereitet. Der Auftakt findet am Samstag um 17.00 Uhr in St. Johannis statt: ein Vorabendgottesdienst, in dem ein Konfirmand getauft wird, und in dem wir gemeinsam Abendmahl feiern.

Den Höhepunkt bildet der Festgottesdienst in St. Stephan, Sonntag um 10.00 Uhr. Dass wir dieses Jahr wieder als Gesamtgruppe und im größeren Rahmen Konfirmation feiern können, freut uns ganz besonders. Passend zu einem zahlenmäßig starken Jahrgang hat sich seit letztem September auch das Leitungsteam erweitert: Zu Pfarrer Jürgen Dolling und Pfarrerin Uli Foldenauer ist die St. Stephaner Vikarin Barbara Berckmüller dazugekommen.

Wir bitten Sie, darum die jungen Menschen in Ihre Fürbitten und Gebete aufzunehmen und sie spüren zu lassen, dass sie uns in den Gemeinden willkommen sind.

Am Sonntag werden wir uns um 10:00 Uhr in St. Johannis dem widmen, dass Paulus unumwunden einräumt „wir wissen nicht, was wir beten sollen“, aber weiterführt: „doch der Geist tritt für uns ein“ (Römer 8, 26-27). Im Anschluss sind Sie zum Kirchenkaffee willkommen.

Und nun wünschen wir Ihnen vom ganzen Johannisteam ein gesegnetes Wochenende,

Ihr

Pfarrer Jürgen Reichel

Die Johannisbrücke 181

 

Liebe Freunde und Freundinnen und Mitglieder von St. Johannis,

recht sommerlich-heiter geht es in der kommenden Woche in der Gemeinde zu:

Heute Abend, Freitag 20. Mai, kommen wir wieder in den Genuss, in der musik.kirche um 19:00 Uhr das Vocalensemble Würzburg unter der Leitung von Wilhelm Schmidts hören zu können. Der ausgezeichnete Chor hat modernere a-capella-Stücke vorbereitet, die dem Tageslauf entlanggehen, „Wach auf, meins Herzens Schöne“ von Ralph Hoffmann, „Ungewitter“ von Robert Schumann, oder „Abend wird es wieder“ von Alan Wilson ist darunter. Ich mache mir dazwischen Gedanken zu den Tageszeiten, die wir täglich erleben, aber auch im Leben und die Tageszeiten der Welt.

Kommen Sie doch einmal in die Immanuelkirche (wenn Sie das nicht ohnehin schon tun): Am Samstag, 21. Mai ab 18:00 Uhr „frohlocken und feiern wir, auf dass die Römer vor Neid erblassen“, haben Uli Foldenauer und Inge Wollschläger in den Johannisgruß gesetzt. Das „Zaubertrank-Gemeindefest“ wartet mit Andacht, Essen und Trinken, Gesprächen und Freilandkino am späteren Abend auf.

Am Sonntag sind Sie um 9:45 Uhr schon wieder richtig in der Immanuelkirche zu einem Gottesdienst mit Pfarrerin Uli Foldenauer und Inge Wollschläger. Wenn die beiden ihre gemeinsame Ansprache über „Bittet, so wird euch gegeben: Das Gebet ist eine Rede des Herzens“ halten, wird es sicher nicht langweilig zugehen, wird mir versichert. Und ebenso gut sind Sie um 10:00 Uhr in St. Johannis bei Pfarrer Hans Schmidt aufgehoben.

Der Literaturpreis bespricht am Dienstag um 15:00 Uhr im Gemeindehaus St. Johannis „Die kleinen Gärten des Maestro Puccini“ von Helmut Kraussner.“

Den Himmelfahrtstag, Donnerstag 26. Mai, begehen wir wieder um 10:00 uhr gottesdienstlich im Hofgarten mit St. Stephan und der Evang.-Methodistischen Gemeinde. Vikarin Barbara Berkmüller und Diakon Patrick Herderich (St. Stephan), Pastor Siegfried Reissig von der Methodistischen Kirche und Pfarrerin Susanne Wildfeuer haben ihn vorbereitet. Für die Musik sorgt der Posaunenchor des CVJM unter der Leitung von Joachim Peschek.

Sie können den Himmelfahrtstag nicht nur mit uns beginnen, sondern auch beschließen: Um 18:00 Uhr kehrt „Jonny, die Kirchenmaus“ nach St. Johannis zurück. Franz Wohlfahrt hat die Geschichten in einem Büchlein gesammelt, und der Autor Christian Kabitz wird einige davon zum Besten geben. Die Jungens der „Klangfänger“ lassen Jonny hören, wie gut sie inzwischen zu singen gelernt haben. Ein wenig etwas zum Schnabulieren wird es auch geben.

Wir wünschen Ihnen vom Johannisteam ein sehr schönes Wochenende und freuen uns auf alle Begegnungen mit Ihnen,

Ihr

Pfarrer Jürgen Reichel

Die Johannisbrücke 180

Liebe Freunde und Freundinnen und Mitglieder von St. Johannis,

unter der Überschrift „MM“ steht die heutige Johannisbrücke: musikalisch und munter.

Musikalisch warten wir morgen mit einem besonderen Genuss auf. Um 19:00 Uhr erklingt in St. Johannis das Duruflé-Requiem, das die historische Vorlage des gregorianischen Chorals mit der Tonsprache des 20. Jahrhunderts verknüpft. Das Werk stellt hohe Ansprüche an Chor, Solisten und Orchester, nicht zuletzt an den Organisten. Weiterhin stehen u.a. die beiden Motetten „Ubi caritas“ und „Notre père“ des Komponisten auf dem Programm. Die Leitung hat Regine Schlereth inne, an der Orgel ist Martin Gál zu hören, außerdem Barbara Giouseljannis (Alt), Sven Fürst (Bariton) und der Bachchor. Karten sind für 25,- € (ermäßigt 13,- €) an der Abendkasse erhältlich.

Musikalisch geht es am Sonntag „Kantate“, „Singt“, um 10.00 Uhr in St. Johannis weiter. Das Frauenensemble Cantica singt unter anderem „Surrexit bonus pastor“ von Mendelssohn-Bartholdy und „A Tree of Song“ von Chilcott, und auch die Gemeinde soll zum Singen kommen. Wenn Sie wissen wollen, was Mercedes Sosas Protestgesang „Todavía cantamos“ – „Und immer noch singen wir“ mit der Singbewegung der Reformation und unserem Leben zu tun haben, erfahren Sie das in meiner Predigt und dürfen mir nachher beim Kirchenkaffee sagen, ob Sie das überzeugt hat.

Musikalisch und munter wird es am Dienstag, 17. Mai, um 17:45 Uhr zugehen, wenn Christel Hüttner wieder den Singkreis übernimmt. Sie hat schon Noten im Pfarrbüro zum Vervielfältigen abgegeben.

Ausgelassene Munterkeit ist am Dienstag im direkten Anschluss um 19:00 Uhr in der Kirche St. Johannis garantiert: Der Streit um die Talavera ist Thema einer öffentlichen Podiumsdiskussion in der Reihe "StadtGespräch", Titel: "Parkgebühren auf der Würzburger Talavera: Wirklich notwendig oder einfach nur autofahrerfeindlich?" Auf dem Podium diskutieren Jasmin Puhl-Brandt (Bürgerbegehren "Kostenfreies Parken auf der Talavera"), Martin Heilig (Bürgermeister Würzburg), Wolfgang Roth (CSU-Fraktionsvorsitzender Stadtrat Würzburg) und Johannes Kirchhoff (Fridays for Future Würzburg). Moderiert wird die Veranstaltung von Manuela Göbel und Torsten Schleicher (Main-Post). Wie immer beim "StadtGespräch" erhalten auch die Besucherinnen und Besucher das Wort. Der Eintritt ist frei.

Nicht mitsingen können Sie leider am Freitag, 20.5., um 19:00 Uhr in der musik.kirche „Wach auf mein Herz mit Freuden“. Das Vocalensemble Würzburg singt unter der Leitung von Wilhelm Schmidts a-capella-Werke aus mehreren Jahrhunderten. Die Stücke folgen dem Lauf der Sonne von ihrem Aufgang bis in die Nacht, und ich werde mir Gedanken dazu machen, dass unser Leben wie ein Tag vor Gott ist.

Sehr munter wird es am Samstag, 21.5., ab 18:00 Uhr in der Immanuelkirche werden. Uli Foldenauer und Inge Wollschläger laden ein zu einem Gemeindefest im Dürrbachtal mit Getränken, Snacks und Musik, und wenn der Abend sich neigt, verwandelt sich der Hof der Kirche in einen Kinosaal. Dann werden ein kleiner Gallier und seine Freunde ihr Treiben auf der Leinwand beginnen.

Muntere Entwicklungen auch im Bachchor: Das Ensemble hat einen SprecherInnenkreis gewählt. Kerstin Distler, Birgit Hutzel, Christian Knorr, Shelly Preu und Carolin Schuhmann vertreten ab jetzt den Chor nach außen. Die St.- Johannis-Gemeinde gratuliert den Fünfen und freut sich darauf, eng und freundschaftlich mit ihnen zusammen zu wirken.

Das konnten wir am Mittwoch schon ganz praktisch umsetzen: Unsere KantorInnenstelle soll bald ausgeschrieben werden. Der Kirchenmusikdirektor Matthias Knörr ist aus München gekommen, um zusammen mit dem in der Angelegenheit federführenden Dekan, Dr. Wenrich Slenczka, unserem Bezirkskantor Christian Heidecker, der Bachgesellschaft, der Kirchenvorstand und eben den SprecherInnen des Bachchor eine Verständigung darüber zu erzielen, was uns in der Ausschreibung vor allem wichtig ist

 

Und nun wünscht Ihnen das Johannisteam ein munteres Wochenende und freut sich darauf, Sie bei dem einen oder anderen Ereignis in den kommenden Tagen zu sehen,

 

Ihr

Pfarrer Jürgen Reichel

Die Johannisbrücke 179

Liebe Freunde und Freundinnen und Mitglieder von St. Johannis,

vor genau 500 Jahren gelang Martin Luther der große Wurf, als er sich auf der Wartburg als „Junker Jörg“ verstecken musste. Innerhalb von elf Wochen übersetzte er das Neue Testament ins Deutsche, und diese Übersetzung hat eine Bildungsrevolution ausgelöst wie es vermutlich niemals zuvor eine gab. Ab jetzt konnte – und sollte! - sich jeder und jede selber Gewissheit über die Grundlagen des Glaubens verschaffen. Mit der Verbreitung der Bibeln ging denn auch die Einrichtung von Volksschulen einher, damit alle das Lesen lernten, Mädchen wie Jungen. Und das nicht nur in den Ländern deutscher Zunge. Überall dort, wohin sich die evangelische Bewegung ausbreitete, wurde nun die Bibel in Volkssprachen übersetzt und oft genug waren diese Übersetzungen die Grundlage für die heutigen Nationalsprachen. Das gilt sogar weltweit – in Afrika, Asien und bei den indigenen Völkern der beiden Amerikas sind die Bibelübersetzungen oftmals der Auftakt zur Nationalliteratur gewesen.

Im Verhältnis dazu sind unsere Fortschritte bei der Renovierung der Kirchtürme eine kleine Sache, aber doch Grund zur Freude. Bei einer Besprechung der Handwerker, des Kirchengemeindeamtes, des Architekten und der Kirchengemeinde konnten wir feststellen, dass wir zeitlich und finanziell im Rahmen geblieben sind. Und das scheint eher die Ausnahme bei einem Projekt dieser Größenordnung zu sein. Wenn nichts Unerwartetes passiert, werden die Handwerker – derzeit vor allem der Steinmetz - ihre Arbeiten Ende Juni abschließen. Dann kann der Rückbau der Gerüste beginnen. In den nächsten Tagen wird ein Gartenarchitekt sich ansehen, was wir wie neu begrünen. Wir möchten uns bei der Gelegenheit einen Vorschlag unterbreiten lassen, wie wir den Platz vor der Kirche und die Grünfläche noch einladender gestalten können. Das ist zwar nicht in den Baukosten vorgesehen, aber vielleicht trägt uns der Schwung gleich ein bisschen weiter.

In der kommenden Woche entfällt der Singkreis und wird in der übernächsten Woche wieder von Frau Hüttner übernommen. Es trifft sich der Seniorenkreis um 14:30 Uhr im Gemeindehaus, außerdem alle anderen Chöre.

Der Kirchenvorstand beschäftigt sich am Dienstag weiter mit dem Vorschlag zur künftigen Personalausstattung und in einer weiteren Sitzung am Mittwoch mit der Ausschreibung für die Kantorenstelle. Daran sind der Landesmusikdirektor, der Bezirkskantor, der Bachchor, die Bachgesellschaft, die Kirchengemeinde und der Dekan beteiligt, letzterer federführend, denn die A-Kantoren-Stellen sind seit einigen Jahren den DekanInnen zugeordnet.

Nicht verpassen sollten Sie die nachgeholte Aufführung des Duruflé-Requiems am kommenden Samstag, 14. Mai, um 19:00 Uhr. Das Requiem verknüpft die historische Vorlage des gregorianischen Chorals mit der Tonsprache des 20. Jahrhunderts. Das Werk stellt hohe Ansprüche an Chor, Solisten und Orchester und nicht zuletzt an den Organisten, dem Duruflé eine zentrale Rolle zuweist. Außer dem Requiem stehen noch die beiden Motetten „Ubi caritas“ und „Notre père“ des Komponisten sowie die „Litanies pour orgue“ von Jehan Alain auf dem Programm. Die Ausführenden sind Barbara Giouseljannis, (Alt), Sven Fürst (Bariton), Martin Gál (Orgel), und Bachchor und Bachorchester unter der Leitung von Regine Schlereth. Karten zu 25,- Euro (ermäßigt 13,- Euro) sind erhältlich im Pfarramt unter der Nummer 0151.29 18 86 22 und an der Abendkasse.

Am Muttertag, 8. Mai, feiern wir Gottesdient in der Johanniskirche mit Pfarrerin Susanne Wildfeuer und um 9:45 Uhr in der Immanuelkirche mit Lektorin Ingeborg Wollschläger. Beide Male können wir bei schönstem Wetter zum Kirchenkaffee einladen.

Das Johannisteam wünscht Ihnen ein frohes und frühlingshaft-heiteres Wochenende!

Ihr

Pfarrer Jürgen Reichel